Großbrand in einer Autoverwertung entwickelt sich rasend schnell

2025-08-08 | 14:53

Um 14:53 Uhr wurde die Ortsfeuerwehr Eschershausen zu einem Großbrand in unmittelbarer Nachbarschaft alarmiert. Bei Arbeiten in einem Werkstattbereich kam es zu einem Brand, der rasend schnell um sich Griff. Die Betreiber und Mitarbeiter alarmierten sofort die Feuerwehr und unternahmen eigene Löschmaßnahmen und versuchten so schnell es ging den betroffenen Bereich zu räumen. Die ersten Einsatzkräfte waren 1,5min nach Alarm vor Ort und ließen das Stichwort umgehend auf "Feuer 4" erhöhen und forderten umfangreich Einsatzkräfte und Technik nach. Ein Hallenbereich von 1.000m2 stand fast sofort in Vollbrand. Ein weiterer Bereich von ca. 2.500m2 war vom Feuer unmittelbar bedroht. Massive schwarze Rauchwolken entstanden insbesondere durch brennende Reifen und wurden von dem Wind Richtung Bürgermeister-Kassebeere-Straße, Homburgstraße und dem Ackerborn gedrückt.

Es wurden mehrere Abschnitte gebildet, um das Feuer von allen Seiten zu bekämpfen und Riegelstellungen zu bilden. Mehrere Wasserwerfer - vom Boden aus, vom Teleskopgelenkmast Stadtoldendorf und der Drehleiter Bodenwerder - wurden eingesetzt. Die benötigte Wassermenge stellte hier die größte Herausforderung dar, weshalb aus mehreren Stellen Löschwasser aus der Lenne und aus verschiedenen Bereichen der Löschwassernetzes zur Einsatzstelle transportiert wurde. In den Hallen wurden erfolgreich Riegelstellungen aufgebaut, um das Übergreifen des Feuers auf ein weiteres großes Reifen- und Motorenlager zu verhindern.

Parallel zur Löschwasserentnahme aus der Lenne wurden in Rücksprache mit der Unteren Wasserbehörde drei Ölsperren im Bereich des Einsatzgeländes und der Innenstadt aufgebaut, um die mit dem Löschwasser mitgespülten Betriebsstoffe und den eingesetzten Schaum aufzufangen.

Nach Messungen durch ein Erkunderfahrzeug (CBRN-ErKW) aus Hehlen wurden Schadstoffe in der Luft insbesondere östlich der Einsatzstelle festgestellt, woraufhin die Bevölkerung über WarnApps und Lautsprecherdurchsagen informiert wurden. Nach Rücksprache mit der Polizei wurden deshalb insbesondere Wohnhäuser im Bereich der Bürgermeister-Kassebeere-Straße evakuiert.

Eingesetzt waren zu Spitzenzeiten 258 Einsatzkräfte aus den Feuerwehren Bevern, Bodenwerder, Deensen, Dielmissen, Eschershausen, Hehlen, Holzen, Lenne, Lüerdissen, Mainzholzen, Negenborn, Oelkassen, Stadtoldendorf, Vorwohle sowie Kräfte der Kreisfeuerwehr, des Technischen Hilfswerks, der Polizei, der Johanniter, des Rettungsdienstes des Landkreises, der Unteren Wasserbehörde und des WVIW.

Die Feuerwehren Arholzen, Deensen und Heinade brachten Atemschutzgeräteträger nach Eschershausen und wurden anschließend in Stadtoldendorf postiert, um dort den Grundschutz sicherzustellen. Während des Einsatzes wurde von ihnen ein Verkehrsunfall im Stadtgebiet Stadtoldendorf abgearbeitet.

Infos zu Einsätzen

Wir berichten an dieser Stelle nur von Einsätzen, die von öffentlichem Interesse sein könnten. Zu kleineren Einsätzen bzw. zu Einsätzen, bei denen Betroffene geschützt werden sollten, geben wir hier keine Infos heraus oder schreiben nur sehr allgemein.

Alarm:
Zeitkritischer Feuerwehreinsatz, weshalb der Einsatzort mit Blaulicht und Martinshorn angefahren wird.

Einsatz:
Feuerwehreinsatz, der zwar zügig, aber nicht unter Inanspruchnahme von Sonder- & Wegerechten erfolgt.

Hilfeleistung (H0-H2, H Klemm1Y, ...):
Das Spektrum reicht vom Absichern von Ölspuren bis hin zu schweren Verkehrsunfällen mit mehreren Fahrzeugen oder LKW.

Feuer (F0-F4, F LKW, ...):
Hier reicht das Spektrum von einer brennenden Mülltonne, über eine unklare Rauchentwicklung bis hin zu einem ausgedehnten Großbrand.

ABC (ABC1-ABC3):
Von unklarem Gasgeruch bis zu Unfällen mit Gefahrgut-LKW reicht die Bandbreite im Bereich von Einsätzen mit Gefahrstoffen.